21.02.2020

Strukturwandel und Partizipation

Zu diesem Themenkomplex führte die Prager Friedrich-Ebert-Stiftung in Zusammenarbeit mit dem tschechischen Zentrum für Verkehr und Energie am 21. Februar eine Konferenz in der Nordböhmischen Wissenschaftlichen Bibliothek in Ústí nad Labem durch.

Die dortige Region ist betroffen durch den zu erwartenden Stopp der Kohlenutzung. Hiervon sind einige tausend Beschäftigte betroffen. Das Beispiel der Kohleregion in der Lausitz zeigt, dass eine breite Beteiligung der Bevölkerung, eine Einbeziehung gesellschaftlicher Interessengruppen, diesen Wandel abfedern kann. In einem tiefgehenden Diskussionsprozess kann so eine neue Vision für die betroffene Region entwickelt werden, was einhergehen muss mit einer entsprechenden Förderung von Arbeitsplätzen und Mobilität. Von guten Erfahrungen mit diesem partizipativen Ansatz berichteten die aus der Slowakei angereisten Lenka Ilčíková von Friends of the earth und Ondřej Seban von PricewaterhouseCoopers.

Mit Blick auf das slowakische Beispiel verwies Gabriala Nekolová, die ehemalige Leiterin des tschechischen Regierungsprogramms Re:Start darauf, dass es sich in der Slowakei um deutlich kleinere Gebiete handelt, die vom Kohleausstieg betroffen sind. Laut Nekolová, heute tätig für den Wirtschafts- und Sozialrat des Kreises Ústí nad Labem, hätte das tschechische Programm aber auch nie über die notwendigen Mittel verfügt, um eine flächendeckende Beteiligung ermöglichen zu können. Tomáš Rákos von der Participation factory stellte in einem weiteren Beitrag Grundprinzipien öffentlicher partizipativer Modelle vor. 

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